Im „Flow“ zu arbeiten kann man lernen

Im „Flow“ zu arbeiten kann man lernen

Wann haben Sie das letzte Mal im Flow gearbeitet?

Die Zeit beim Arbeiten vergessen: Wenn Menschen an Ihrem Arbeitsplatz im Flow sind, erledigen sie Ihre Aufgaben mühelos.

Wer kennt das nicht, das Gefühl, bei einer Beschäftigung, die einem Spaß macht oder sinnerfüllt erscheint, völlig die Zeit zu vergessen und zu versinken.

Diese Verschmelzung mit einer Tätigkeit ist gemeint mit einem sogenannten Flow. Dies wurde erstmals untersucht vom amerikanischen Psychologen Mihaly Csikszentmihalyi. Er befragte Menschen nach ihrem Glücksgefühl bei der Arbeit und nannte das Phänomen „Flow“. Der Job kann so gestaltet sein, dass das Gefühl immer wieder kommt; man kann es also lernen.

Aber wie?

In einen Flow-Zustand vertieft man sich allein aus innerem Antrieb in eine Tätigkeit und vergisst die Zeit. Dieser Zustand steigert die Leistungsfähigkeit, Motivation und Konzentration. Forscher haben nun herausgefunden, das Flow Zustände Erschöpfung entgegen wirken kann. Ein Team der International School of Management und des Leibniz-Instituts für Arbeitsforschung an der TU Dortmund hat eine Tagebuchstudie durchgeführt und untersucht, welche Auswirkungen der Flow auf belastende Anforderungen im Arbeitsprozess hat. Das Ergebnis war: Wer einen Flow Zustand erlebt hatte, fühlte sich fitter und stabiler und weniger erschöpft.

 

Quelle: Online-Redaktion Verlag Dashöfer: „ Die Autoren der Studie – Wladislaw Rivkin, Stefan Diestel und Klaus-Helmut Schmidt vom Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund – haben festgestellt, dass berufstätige Personen mit zunehmender Belastung in ihrer Vitalität am Abend beeinträchtigt und stark erschöpft waren. Auffällig aber: Wer am Arbeitstag auch einen Flow-Zustand erlebt hatte, konnte seine Motivation und Vitalität stabilisieren und Erschöpfungszustände vermeiden. Daher sind insbesondere Arbeitgeber gefordert, um ihre Mitarbeiter zu entlasten und das Erleben von Flow zu fördern. „Der Arbeitgeber sollte eine Kultur der wechselseitigen Unterstützung schaffen. Wichtig ist ein Führungsstil, der dazu führt, dass sich Personen integriert, motiviert und wertgeschätzt fühlen“, so Diestel.“

Was kann der Arbeitgeber oder Vorgesetzte noch dazu beitragen, das Menschen im Unternehmen im Flow sind? Hier einige Tipps:

  • Die Anforderung der Tätigkeit muss zum Mitarbeiter passen. Langeweile oder auch Überforderung sind Hemmschuhe und verunsichern den Betreffenden eher.
  • Klare Ziele helfen immer – was soll wie bis wann erreicht werden / Ziele feiern
  • Transparenz und Ehrlichkeit – ist nicht nur in der Arbeitswelt ein Baustein zum Glücklich sein
  • Atempausen verschaffen – z.B. im Auto ein Hörbuch hören, statt beruflich zu telefonieren oder einfach nur die Ruhe genießen
  • Business-Lunch statt Business Dinner – so hat Jede/R Zeit, abends z.B. mit dem PartnerIn oder Freunden ins Kino zu gehen oder mit den Kids zu spielen
  • Eine gute Feedbackkultur macht alle Menschen in Unternehmen und Organisationen glücklicher
  • Wertschätzung und Respekt durch Vorgesetzte
  • Humor und Fröhlichkeit sind die besten Begleiter in stressigen / schwierigen Situationen
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